Autos mit Brennstoffzelle

Ich hab grad nen Artikel in der aktuellen Autobild über den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Brennstoffzelle verschlungen und dabei ist mir etwas aufgefallen, von dem ich meine, dass es bisher noch keinem aufgefallen ist.
Wohl kaum einer kann sich der faszination dieser revolutionären Technologie entziehen … Seit gut hundert Jahren verbessert die Automobilindustrie eingetlich immer das selbe Konzept vom Automobil. Das was an den ersten Autos neu war (der Antrieb nämlich) ist im Prinzip unverändert geblieben. Lediglich die Effizienz und Leistungfähigkeit des Systems haben sich verbessert, wodurch es möglich wurde, immer mehr Material zur Steigerung des Fahrkomfort und der Sicherheit einzusetzen. … Schon toll, aber eigentlich setzt die ganze „neue“ Technik auf einem alten Prinzip auf. Dem Otto/Diesel-Motor.

Und in absehbarer Zeit wird sich genau das ändern. Wir werden dazu übergehen müssen, die alten Systeme auf eine neue Platform zu portieren, denn mit der Brennstoffzelle wird zwar der Motor neu erfunden, nicht aber das Rad. Nach wie vor handelt es sich um vierrädrige Fahrzeuge, die im Prinzip ähnliche Anforderungen an ihre Bordtechnik stellen.

Auch Pferdekutschen hätten ESP gebrauchen können.

Auf der einen (recht populistischen) Seite wird für jeden an jeder Tankstelle sichtbar das liebe Erdöl immer knapper und letzendlich zu teuer werden um damit Autos anzutreiben, auf der anderen werden aber auch Benzin/Diesel-Fahrzeuge im Vergleich zu Brennstoffahrzeugen bald zu unwirtschatlich sein.

Aktuelle Brennstoffzellen haben einen doppelt so hohen Wirkungsgrad wie aktuelle Benzin/Diesel-Motoren.

Aber auch die Fahrleistungen überzeugen mittlerweile: In Fahrzeugen der Mittelklasse lassen sich nach der zeitigem Stand der Technik Brennstoff-Antriebe mit Maximalleistungen von 115PS unterbringen, die Drehmomente entwickeln, die etwa doppelt so hoch sind wie bei vergelichbaren Benzin/Diesel Motoren.

Brennstoffantriebe werden in Kürze wesentlich bessere Fahrleistungen bringen, als es Benzin/Diesel-Motoren nach 100 Jahren Entwicklung konnten.

Für mich steht außer Frage, ob sioch diese Technologie durchsetzen wird. Die Frage ist nur, wann das geschehen wird und wie wir damit zurechtkommen werden.

Dazu eine einfache Überschlagsrechnung:
Ich hab geschätzt, dass im Schnitt der Otto-Normalverbraucher ca. 500W in Form von Strom verbraucht. Das ergibt ca. 12kWh pro Tag und Nase. (Destatis korrigiert diese Vermutung, ca. 12,5 kWh sinds.) Wenn besagter Otto-Normalverbaucher nun aber auch für die tägliche Fahrt zur Arbeitsstelle oder zum Supermarkt nicht mehr mit einem Benzin/Diesel-Fahrzeug sondern mit einem Brennstoffwagen antreten möchte, verbraucht er auch dabei Strom und nicht mehr Energie aus dem Schwarzen Gold der Saudis. Davon ausgehend, dass Herr Otto Normalverbraucher ca. 60Minuten täglich mit einem 50KW (das sind ca. 75PS oder sowas) starken Brennstoffauto fährt, verbraucht er damit grob 50kWh zusätzlich. Und damit sind wir beim Problem: Das geht nicht.

Wo soll die Energie herkommen, die wir bisher aus Erdöl bezogen?

Das würde bedeuten, dass sich binnen einiger Jahre/ weniger Jahrzehnte in der die Wende in Automobilsektor vonstatten gehen wird der Bedarf für elektische Energie verfünffacht. Wenn wir also für unsere Mobilität elektischen Strom verbrauchen möchten, dann müssen wir eine Lösung finden, wie wir so viel Strom produzieren.

Die Technik wird in ca. 1-3 Jahren die ersten massenmarkttauglichen Wasserstoffautos ermöglichen. Nur wo der Strom für diese herkommen soll, ist ungeklärt.

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