Lord of War – zweiter Wareneingang

Gestern mal wieder … leider war WordPress.com wegen Wartungsarbeiten down, also erst jetzt hier.

Bemerkung:
Der Zuschauer kommt kaum umhin, Yuri Orlov, den Mann mit dem wohl verwerflichsten aller Berufe zu mögen. Wir bekommen in persönlicher, wie netter und humorvoller Art und Weise das Metier erklärt und folgen seiner Lebensgeschichte ein wichtiuges Stück weit; wir können uns mit ihm identifizieren, weil er so menschlich bleibt, so kämpferisch, sich den Rückschlägen stellend, am Limit seiner Möglichkeiten agierend.

Wir finden den Waffenhändler sympathischer als den rechtschaffenden Cop.

Nun, was können wir damit anfangen? Ganz einfach: Yuri Orlov, aufgewachsen in einer – selbst so genannten – „Endstation“, in Verhältnissen, die ihm als Perspektive kaum mehr als die Übernahme des elterlichen, drittklassigen Restaurants bieten schwingt sich auf, etwas aus seinen Leben zu machen … etwas „Großes“ sollte es sein. Dabei war zweitrangig, was das denn nun genau werden würde, nur raus, nur eine Perspektive, nur Betätigung in dem was man tut … Alles das fand Yuri im Waffenhandel. Wenn auch erst im ganz kleinen Stil, treibt ihn das Prinzip „Wenn schon denn schon.“ dazu, selbst diese schwierige Arbeit im großen Stil zu betreiben, sich im Geschäft zu etblieren, „gut“ in dem zu sein, was er macht.

Yuri Orlov macht, was ihm sein Umfeld, seine Welt anbietet … er findet nicht, was er gesucht hat, sondern, was verborgen lag … und nimmt sich, was er kriegen kann. So gesehen, darf sich jeder ein wenig mit ihm identifizeren, denn wir alle können nur tun, was uns unser System erlaubt. Wir können kaum besser sein, als das, was wir als „Gut“ kennen, wir können kaum stärker werden, als was wir als „Stark“ kennen und wir können nur so erfolgreich werden, wie wir „Erfolg“ kennen. In einer Welt ohne Krieg, ohne Überschuss an Waffen, ohne Wegsehen der Ersten Welt Afrika gegenüber, ohne Perspektivlosigkeit hätte Yuri auf andere Art wirtschaftichen Erfolg gehabt … den hätte er sich schon geholt. Also sind wir, wir Mitmenschen, wir Gesellschaft, wir politsch, wirtschaftlich und kulturell gestaltenden, wir alle gefordert, eine Welt zuschaffen, in der engagierte Leute nicht in Illegalität und unmoral getrieben werden, sondern vom System einen „geraden“, einen guten Weg suggeriert bekommen.

Amen.

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