Archive for Mai 2007

Linux: SMB! Windows: Passwort?

Mai 31, 2007

Notiz an die Welt:
Die Lösung für die Passwortabfrage von Windows beim Verbinden auf eine smb-Freigabe von Linux:

Mit

sudo gedit /etc/samba/smb.conf

die samba-Konfiguration öffnen und die Zeile

;security = user

mit

security = share

ersetzen.

Danach mit

sudo /etc/init.d/samba restart

den samba-Deamon neustarten.

Erläuterung: „security = user“ scheint der Dafault-Wert zu sein, auch wenn es auskommentiert ist. Danach wird eine Authorisierung jedes Zugriffs auf die SMB-Freigaben durch Benutzername und Passwort des Hostrechners verlangt. Mit share, wird jedem erlaubt, die Freigaben zu sehen; in den Freigaben gelten die Rechte der Freigabe (Schreiben erlaubt?) und übergeordnet die Rechte der Ordner und Dateien.

Das Ausführen einzelner Befehle als Superuser vom Userspace aus mit „sudo“ ist nicht auf allen Systemen möglich. Dann muss man sich per

su root

als Root anmelden und kann per

su <eigenerBenutzerName>

wieder zum eigenen Benutzernamen zurückwechseln.

Mit

exit

kann man sich jeweils wieder abmelden.

Mensch und IT: Drei-Punkte-Plan

Mai 24, 2007
  1. mehr Standards!

    1. Jede Textvarbeitung sollten immer in ODT speichern können.

    2. Jeder Webbrowser sollte PNG mit Alpha-Kanal können.

    3. Jedes Betriebssystem sollte bei der Installation Benutzerdaten von jedem Betriebssystem übernehmen können. Es wäre unhöflich, zwar den PC für sich zu beanspruchen, aber den Benutzer, dessen Daten vorher auf ihm waren nicht ebenso aufzunehmen, wie der PC es nun mit dem neuen Betriebssystem tut.

  2. mehr Aufklärung!

    1. Datenschutz ist nicht nur ein Thema für den Informatikunterricht, sondern sollte von vielen Menschen durchdacht werden. Das Creative Commons hat gezeigt, dass hier für weite Bereiche von Content noch keine klare Linie (wie z.B. bei Software – 60% GPL) – und damit kein Standard – existiert.

    2. Weil unsere Welt immer schneller und immer brutaler wird, müssen Menschen stärker werden. Nicht nur eben gerade stark genug, um sie zu ertragen, sondern stärker, als sie um sie zu gestalten, um ihr Schöpfer, nicht ihr Sklave zu sein. Wir bestimmen die Welt, in der wir leben. Dies kann erreicht werden, in dem man den Menschen mehr über sich wissen lässt, in dem man ihn nicht nur abstraktes Wissen über seine Psyche oder seine Biologie an die Hand gibt, sondern auch praktisches über sich selbst, in dem man ihm eine Geschichte gibt, die Geschichte von der Entstehung seines Selbst.

    3. Es muss akzeptiert werden, dass die IT nicht einfach nur da ist, und nun gedultet werden muss, sondern dass sie nötig ist, um mit der von ihr selbst mit ausgelösten Beschleunigung der Welt Schritt zu halten. Diese Welt braucht für ihr Tempo IT und die Menschen brauchen für sich wegen dem Tempo der Welt die IT.

  3. Bessere Programme!
    1. Es braucht für eine PC-Erfahrung, die sich auch solche nennen darf, ohne dass das verhätschelnd klingt, massiv bessere Software.

    2. Es muss sich durchsetzen, dass an Programmen nicht nur Programmierer arbeiten, sondern Nicht-Programmierer sicherstellen, dass die Brücke zwischen Programm und Problem geschlagen wird. Es muss Wissen um die Problemlösung, wie um die Problemwahrnehmung in Programme gegossen werden.

    3. Ein Programm muss nicht nur „tun, was es soll“, sondern dem Benutzer zeigen, was Sache ist. Programme müssen sich von Befehlsempfängern zu intelligenten Gehilfen auswachsen, die dem Benutzer helfen, Situationen zu verstehen, wenn er sie angeht.

    4. Mit steigender Komplexität der Programme sollte aber deren GUI simpler und universeller werden. Eine simple Formensprache auf dem künstlerischen Kontext der Zeit kann den Nutzer leiten, und ihn auch, wenn sich dieser mit neuen Problemen konfrontiert sieht, einen gewohnten Rahmen bieten. Heute ist es eher anders herum: Die Programme machen häufig sehr Ähnliches nur mehr oder minder schlecht und sehen dabei möglichst unterschiedlich aus.

ICQ-Downtime

Mai 23, 2007

Mittlerweile zieht als Argument für Jabber ja schon die Uptime der Server.
icq_down_final.png

„Service unavailable“ sieht mir nach ner handfesten Fehlermeldung vom Server aus …

Plumb – Chaotic Resolve

Mai 14, 2007

Vielleicht scheinen generell schöne Dinge noch schöner, wenn sie nicht konstruiert, nicht geplant und vorprogrammiert sind, sondern sich ergeben, so jedenfalls ists mit einem Fetzen musikalischer Kultur, das sich über mir nicht mehr nachvollziehbare Kanäle auf meinem Rechner gefunden hat.

Es ist schon bemerkenswerte Musik, wie ich finde; sie macht Dinge mit beängstigender Souveränität, die man ihr Minuten zuvor nicht im Ansatz zugetraut hätte. Da eröffnet das Album ein federleichtes, mit Akustikgitarre unterlegtes, mit de gut Radio-taugliches Stück mit wegen ihrer Zurückhaltung jugendlich anmutender Stimme, schon im nächsten ist alles viel größer, lauter, epochaler und ein paar Stücke weiter kommt die Stimme, wie aus knallharten Punk, die Riffs so hart und definiert, wie splitternder Lack über berstendem Metall. Zwischendurch gibt’s Mal Geigen als tragenden Part,  mal neigt der Gesang zu Sprech-Gesang, mal Fade-Outs wie in Star Wars und Jingles, wie bei Wir Sind Helden und Klavier, wie in einer weiteren Ich-liebe-dich-über-alles-Schnulze.

Diese Band scheint recht experimentierfreudig zu sein, was Song-Konzepte angeht. Das kann dann cool werden, siehe Gorillaz, aber dann wird das Style-Hopping auch schnell anstrengend. Durch irgendwas schafft es Plumb aber recht elegant, einen Roten Faden durch das Album zu weben und  den Hörer jeden Tempo- und Themawechsel erahnen, erwarten, wollen zu lassen. Diese scheint einfach alles zu können, was sie anpacken und deswegen immer souverän zu klingen.

Ich will hier mit keine Werbung machen, oder ausdrücken, dass ich den Inhalt sonderlich gut finde, ich muss nur feststellen, dass diese Band, also genau genommen dieses Albumauf ne gewisse Art etwas besonderes ist und diese Auffälligkeit mit der Welt (^^, als ob) und Schatzgräbern teilen.