Mensch und IT: Drei-Punkte-Plan

  1. mehr Standards!

    1. Jede Textvarbeitung sollten immer in ODT speichern können.

    2. Jeder Webbrowser sollte PNG mit Alpha-Kanal können.

    3. Jedes Betriebssystem sollte bei der Installation Benutzerdaten von jedem Betriebssystem übernehmen können. Es wäre unhöflich, zwar den PC für sich zu beanspruchen, aber den Benutzer, dessen Daten vorher auf ihm waren nicht ebenso aufzunehmen, wie der PC es nun mit dem neuen Betriebssystem tut.

  2. mehr Aufklärung!

    1. Datenschutz ist nicht nur ein Thema für den Informatikunterricht, sondern sollte von vielen Menschen durchdacht werden. Das Creative Commons hat gezeigt, dass hier für weite Bereiche von Content noch keine klare Linie (wie z.B. bei Software – 60% GPL) – und damit kein Standard – existiert.

    2. Weil unsere Welt immer schneller und immer brutaler wird, müssen Menschen stärker werden. Nicht nur eben gerade stark genug, um sie zu ertragen, sondern stärker, als sie um sie zu gestalten, um ihr Schöpfer, nicht ihr Sklave zu sein. Wir bestimmen die Welt, in der wir leben. Dies kann erreicht werden, in dem man den Menschen mehr über sich wissen lässt, in dem man ihn nicht nur abstraktes Wissen über seine Psyche oder seine Biologie an die Hand gibt, sondern auch praktisches über sich selbst, in dem man ihm eine Geschichte gibt, die Geschichte von der Entstehung seines Selbst.

    3. Es muss akzeptiert werden, dass die IT nicht einfach nur da ist, und nun gedultet werden muss, sondern dass sie nötig ist, um mit der von ihr selbst mit ausgelösten Beschleunigung der Welt Schritt zu halten. Diese Welt braucht für ihr Tempo IT und die Menschen brauchen für sich wegen dem Tempo der Welt die IT.

  3. Bessere Programme!
    1. Es braucht für eine PC-Erfahrung, die sich auch solche nennen darf, ohne dass das verhätschelnd klingt, massiv bessere Software.

    2. Es muss sich durchsetzen, dass an Programmen nicht nur Programmierer arbeiten, sondern Nicht-Programmierer sicherstellen, dass die Brücke zwischen Programm und Problem geschlagen wird. Es muss Wissen um die Problemlösung, wie um die Problemwahrnehmung in Programme gegossen werden.

    3. Ein Programm muss nicht nur „tun, was es soll“, sondern dem Benutzer zeigen, was Sache ist. Programme müssen sich von Befehlsempfängern zu intelligenten Gehilfen auswachsen, die dem Benutzer helfen, Situationen zu verstehen, wenn er sie angeht.

    4. Mit steigender Komplexität der Programme sollte aber deren GUI simpler und universeller werden. Eine simple Formensprache auf dem künstlerischen Kontext der Zeit kann den Nutzer leiten, und ihn auch, wenn sich dieser mit neuen Problemen konfrontiert sieht, einen gewohnten Rahmen bieten. Heute ist es eher anders herum: Die Programme machen häufig sehr Ähnliches nur mehr oder minder schlecht und sehen dabei möglichst unterschiedlich aus.

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