Rede zu Linux für Rhetorikkurs beim BFD

Februar 1, 2008

Das freie Betriebssystem GNU/Linux

Sprechtext

 

Sehr geehrter Herr Otto,

liebe Kameraden,

geschätztes Publikum!

Im Rahmen unserer dreiteiligen Vortragsreihe zum Thema Betriebssysteme bin ich für die Vorstellung des freien Betriebssystems Linux zuständig. Mir ist durchaus bewusst, dass dies ein sehr technisches Thema ist und dass für einige die Wahl des Betriebssystems eher eine Frage des Glaubens als eine Frage von Argumenten ist. Umso mehr will ich mich um eine sachliche und ideologiefreie Erörterung des Thematik in einfacher Sprache bemühen. Für hoffentlich aufkommende Fragen stehe ich naher gerne zur Verfügung und diesen Sprechtext werde ich auf meinem Weblog veröffentlichen. Die Adresse steht an der Tafel.

An dieser Stelle sei mein herzlicher Dank an den BFD und im besonderen an Herrn Otto angebracht, die mir ermöglicht haben hier zu sprechen.

Zum Einstieg will ich über einige allgemeine Konzepte von Linux sprechen und dann aufzeigen wie ihre Auswirkungen aussehen.

Linux ist Modular aufgebaut, das heißt, jedes Programm des Betriebssystems kann nach Belieben durch ein anderes mit gleicher Funktion ersetzt oder sogar ersatzlos deinstalliert werden. Damit sich nicht jeder seine Software selbst zusammensammeln muss, wird Linux als Software-Sammlung vertrieben. Diese Software-Sammlungen werden meist von Firmen oder Stiftungen zusammengestellt und heißen Distributionen. Dieser Ausdruck leitet sich vom lateinischen “distribuere” her, das zu deutsch “verteilen” heißt; eine Distribution ist also die Form in der etwas vertrieben wird, eine Art Ausgabe.

Genau genommen bezeichnet der Markenname „Linux“ in den Distributionen nur einen kleinen kleinen Teil der Distributionen. Der Linux-Kernel, wie man diesen Teil auch nennt ist der Systemkern. Er kümmert sich um grundlegende Dinge wie die Verwaltung von Treibern, Dateisystemen und Prozessen. Um ein benutzbares Betriebssystem darzustellen, muss Software aber letztlich immer auf die Funktionen von diesem Kern zurückgreifen. Deshalb wird häufig noch im Distributionsnamen darauf hingewiesen. Auch ist mit „Linux“ meist eine bestimmte oder unbestimmte Distribution gemeint.

Diese Linux-Distributionen setzen bei der Auswahl der einzelnen Programme und ihrer Versionen jeweils unterschiedliche Schwerpunkte.

So setzen das vielleicht einigen bekannte RedHat-Linux und das neu entstandene SuSE-Enterprise-Linux, kurz SEL auf sehr alte und damit gut erprobte Software, um ein Maximum an Zuverlässigkeit zu garantieren.

Das so gennante „Damn Small Linux“, zu deutsch also das „verdammt kleine Linux“ minimiert das System auf das Nötigste und kommt so auf unter 50MB Speicherbedarf im installierten Zustand.
Dies sind alles Spezial-Lösungen für spezielle Anforderungen und wenn man so will, ist auch ein Betriebssystem für den Endverbraucher ein solcher Spezialfall, denn hier muss ein sehr komplexes System möglichst problemfrei komplizierte Probleme lösen und am Besten das alles ganz einfach.

Die Firmen, die hinter den großen Distributionen stehen verdienen häufig nur über Zusatzdienste am Vertrieb der kostenlosen Software: Wer SuSE im Laden kauft, bekommt auf einer kleinen Sammlung DVDs genug Software für die hypothetische einsame Insel und ein Handbuch dazu, dass diesen Namen nicht verdient und RedHat bietet gegen Geld Support-Lizenzen für Unternehmen an.

Aus diesen Eigenheiten von Linux resultieren viele gute Eigenschaften von Linux; eine Auswahl davon will ich ihnen nun vorstellen.

Updates funktionieren dank der Distributoren immer nach dem selben Schema: Ein Programm auf dem PC durchsucht regelmäßig den Index vom Software-Archiv des Distributors nach neuen Programmversionen und installiert diese, wenn gewünscht sogar vollautomatisch im Hintergrund. Ansonsten wird nachgefragt, ob jetzt ein guter Zeitpunkt für die Installation ist.

Lokalisierung für die einzelnen Programme läuft ebenfalls zentral über die regionalen Server der Distributoren. Viele Programme greifen auf die gemeinsame Übersetzung zurück, aufwändige Programme wie Firefox oder OpenOffice haben zusätzliche Sprachpakete.

Migration – gemeint ist hier das Wechseln von Computern oder Betriebssystemen – geht konzeptionell sehr einfach: Alle Dateien, die Benutzerdaten beinhalten liegen in einem eigenen Ordner. Liegt dieser auf einer zweiten Partition, kann auf der ersten das Betriebssystem ausgetauscht werden ohne, dass eine einzige Einstellung neu vorgenommen werden muss. Ein schöner Nebeneffekt davon ist, dass man sich selber dazu zwingt Ordnung zu halten und über jede Einstellung gut nachzudenken. – Wenn man es gut macht, hat man schließlich sehr lange etwas davon.

Treiber lädt der Kernel beim Erkennen von Hardware automatisch. – Kein separates Installieren, kein Suchen im Internet. Wo wir gerade dabei sind: Die Treiberunterstützung ist meines Erachtens nach mittlerweile als sehr gut zu bezeichnen. Ich selbst habe noch keine Hardware in den Fingern gehabt, die nicht auf Anhieb lief. Bei Neuanschaffungen sollte man sicherheitshalber aber mal im Internet nachsehen. Es gibt von den Teams, die sich um Schnittstellen zu Ein- und Ausgabegeräte kümmern ausführliche Kompatibiltätslisten. Bereits vorhandene Hardware kann man einfach mal mit einer Live-CD ausprobieren.

Spiele gibt es in großer Menge frei verfügbar. In jedem Genre lässt sich was zum Spaß haben finden. Wer seine alten Windowsprogramme weiterhin nutzen will, kann dies mit etwas Glück mit dem Windowsemulator WinE tun. Am besten geht das meist mit Software die zwar „wichtig“ ist – beliebte Spiele zum Beispiel.

Zuletzt möchte ich noch auf einige Argumente hinweisen, die eigentlich gar keine Argumente für Linux, sondern nur Fehler anderer Betriebssysteme sind, die Linux einfach nicht hat.

Untereinander inkompatible Bildformate mit Ebenen, wie sie die Grafikeditoren Corel Paintshop und Adobe Photoshop brauchen kann man mit Linux-Programmen als xcf zwischen diversen Programmen austauschen.

Defragmentierung gibt es nicht mehr, weil es Fragmentierung nicht mehr gibt. Alle modernen Dateisysteme verzichten auf Fragmentierung und lassen Platz von gelöschten Dateien einfach so lange frei, bis der Auftrag zum Speichern einer passenden Datei kommt. Heute sind Festplatten und die Anzahl der darauf befindlichen Dateien dermaßen groß, dass dieser Ansatz sehr gut funktioniert.

Viren bauen auf Sicherheitslücken, also auf noch nicht behobenen Programmierfehlern auf. Diese gibt es in Open-Source-Software grundsätzlich kaum, denn wenn jemand einen Programmierfehler entdeckt, ist es einfacher ihn zu beheben, als einen Virus dafür zu schreiben. Außerdem gibt es aufgrund der automatisierten Updates sehr schnell keine anfälligen Systeme mehr, wenn der Fehler erst einmal behoben ist.

Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass man mit Linux je nach der Anwendung auch sehr falsch liegen kann, aber ich denke, für viele ist Linux einen Gedanken und einen Versuch wert, denn aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Linux wenn man sich daran gewöhnt hat ein sehr mächtiges Betriebssystem ist.

Um den Einstieg zu erleichtern habe ich sog genannte Live-CDs von Linux-Mint mitgebracht. Von diesen kann jeder PC und jeder Mac mit Intel-CPU direkt gebootet werden. Danach hat man das System geladen, als hätte man es bereits installiert, arbeitet aber lediglich auf dem Arbeitsspeicher. Nach einem Neustart wird wieder das Betriebssystem von der Festplatte geladen und vom Rundgang durch Linux ist nichts mehr vorhanden außer der Erfahrung. Wenn eine Installation durchgeführt werden soll, geht das direkt vom Desktop der gebooteten Live-CD heraus.

In der guten Hoffnung, bei euch, geschätzte Zuhörer Interesse an Linux geweckt zu haben möchte ich mit einem Ausspruch von Mark Twain schließen, den ich ich in unserem Reader zum Kurs fand:

Menschen mit einer neuen Idee
gelten so lange als Spinner,
bis sich die Sache durchgesetzt hat.“

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

Advertisements

Art’s not a competition (but I’m winning)

Dezember 15, 2007

yeah_square100.pngEigentlich wollten wir im Laufe des nun reichlich angebrochenen Tages ein Pixel-Grafik-Editor-Battle machen, aber ich konnte mich nicht halten, fing schon mal an, wurde schon mal fertig und denke, das Ergebnis spricht für sich.

1280×800 1280×1024

Das Armbanduhr-Problem

November 30, 2007

Eigentlich ist alles ganz einfach. Nur acht simple Dinge muss die perfekte Uhr erfüllen. Nämlich Folgendes:

  1. Kunststoff-Gehäuse. Metall wird bei Kälte kalt, bei Hitze heiß und zerkratzt hässlich. Schwarzes Voll-Kunststoff nutzt zwar mehr ab – gerade der Lack geht schnell flöten, aber es sieht dabei wesentlich gelassener aus.
  2. Kunststoff-Armband. Metall schreddert die Armhaare, klemmt die Haut und sieht prollig aus. Gummi ist schön Techi.
  3. Edelstahl-Rücken. Am Arm wird nix kalt oder heiß, der ist immer so 36°C warm und da zieht das kleine Stückchen Metall dann mit. Es wird nicht klebrig wie Kunststoff und rostet nicht.
  4. Funk. Nachstellen nervt, nicht das beste Argument in einer „Wie spät ist es?“-Diskussion zu haben nervt auch.
  5. Eine Batterie, die länger hält als die Uhr. (also mehr als … sagen wir 5 Jahre) … Denn Uhr zum Reparieren geben nervt auch. Allein deswegen schon, weil es nicht sein muss.
  6. Kein Schnickschack (wie Telefonbücher, Tageszähler so was). Das Teil muss funktionieren. Im Vollsuff wie unter anderem Stress ist die Uhr das Letzte was durch unnötig hakelige Bedienung nerven darf.
  7. 20-Sekunden genauer analoger Minutenzeiger. Wenn man die Hand nicht bewegen kann und trotzdem die genaue Uhrzeit braucht. Beispielsweise, wenn man sie am Fahrradlenker oder dem Auto-Lenkrad hat … oder wenn man einfach nicht offensichtlich drauf schauen will. ^^
  8. … … … Nein, ich glaube, das war’s.

Damit scheiden mal wieder alle verfügbaren Produkte aus. Genau wie bei Schuhen, Laptops und Webcams. Die Welt ist scheiße.

Google: Timmy, du bist kein Mensch.

Juni 1, 2007

Nein, Timmy ist kein Mensch, sondern eine Figur aus South Park und ebenfalls sind die Katzen, Fretchen und Hunde auch keine Menschen, wie Google mittlerweile zu unterscheiden vermag.
So viel zum aktuellen Stand der Suchmaschinentechnik.

Google-Bildersuche ganz normal:

bildschirmfoto-timmy-google-bilder-mozilla-firefox.png

Google-Bildersuche mit &imgtype=face:

bildschirmfoto-timmy-google-bilder-mozilla-firefox_human.png

Horrorvision am Rande: Google erkennt nicht nur ob ein, sondern auch welcher Mensch auf dem bild ist und ermöglicht es, ganze Serien von Bildern mit der selben Person zu erstellen. Eine Verbindung zwischen einem identifizierten Bild und einem Namen und man bekommt zu einem Namen hunderte Bilder der selben Person. Der feuchte Traum eines jeden Auftragskillers und was weiß ich, wem noch … jedenfalls ne Menge Daten mit denen sich eine Person recht gut mit einem Gesicht verbinden lassen kann.

Credits/Quelle/Idee/Info: blog.outer-court.com

Linux: SMB! Windows: Passwort?

Mai 31, 2007

Notiz an die Welt:
Die Lösung für die Passwortabfrage von Windows beim Verbinden auf eine smb-Freigabe von Linux:

Mit

sudo gedit /etc/samba/smb.conf

die samba-Konfiguration öffnen und die Zeile

;security = user

mit

security = share

ersetzen.

Danach mit

sudo /etc/init.d/samba restart

den samba-Deamon neustarten.

Erläuterung: „security = user“ scheint der Dafault-Wert zu sein, auch wenn es auskommentiert ist. Danach wird eine Authorisierung jedes Zugriffs auf die SMB-Freigaben durch Benutzername und Passwort des Hostrechners verlangt. Mit share, wird jedem erlaubt, die Freigaben zu sehen; in den Freigaben gelten die Rechte der Freigabe (Schreiben erlaubt?) und übergeordnet die Rechte der Ordner und Dateien.

Das Ausführen einzelner Befehle als Superuser vom Userspace aus mit „sudo“ ist nicht auf allen Systemen möglich. Dann muss man sich per

su root

als Root anmelden und kann per

su <eigenerBenutzerName>

wieder zum eigenen Benutzernamen zurückwechseln.

Mit

exit

kann man sich jeweils wieder abmelden.

Mensch und IT: Drei-Punkte-Plan

Mai 24, 2007
  1. mehr Standards!

    1. Jede Textvarbeitung sollten immer in ODT speichern können.

    2. Jeder Webbrowser sollte PNG mit Alpha-Kanal können.

    3. Jedes Betriebssystem sollte bei der Installation Benutzerdaten von jedem Betriebssystem übernehmen können. Es wäre unhöflich, zwar den PC für sich zu beanspruchen, aber den Benutzer, dessen Daten vorher auf ihm waren nicht ebenso aufzunehmen, wie der PC es nun mit dem neuen Betriebssystem tut.

  2. mehr Aufklärung!

    1. Datenschutz ist nicht nur ein Thema für den Informatikunterricht, sondern sollte von vielen Menschen durchdacht werden. Das Creative Commons hat gezeigt, dass hier für weite Bereiche von Content noch keine klare Linie (wie z.B. bei Software – 60% GPL) – und damit kein Standard – existiert.

    2. Weil unsere Welt immer schneller und immer brutaler wird, müssen Menschen stärker werden. Nicht nur eben gerade stark genug, um sie zu ertragen, sondern stärker, als sie um sie zu gestalten, um ihr Schöpfer, nicht ihr Sklave zu sein. Wir bestimmen die Welt, in der wir leben. Dies kann erreicht werden, in dem man den Menschen mehr über sich wissen lässt, in dem man ihn nicht nur abstraktes Wissen über seine Psyche oder seine Biologie an die Hand gibt, sondern auch praktisches über sich selbst, in dem man ihm eine Geschichte gibt, die Geschichte von der Entstehung seines Selbst.

    3. Es muss akzeptiert werden, dass die IT nicht einfach nur da ist, und nun gedultet werden muss, sondern dass sie nötig ist, um mit der von ihr selbst mit ausgelösten Beschleunigung der Welt Schritt zu halten. Diese Welt braucht für ihr Tempo IT und die Menschen brauchen für sich wegen dem Tempo der Welt die IT.

  3. Bessere Programme!
    1. Es braucht für eine PC-Erfahrung, die sich auch solche nennen darf, ohne dass das verhätschelnd klingt, massiv bessere Software.

    2. Es muss sich durchsetzen, dass an Programmen nicht nur Programmierer arbeiten, sondern Nicht-Programmierer sicherstellen, dass die Brücke zwischen Programm und Problem geschlagen wird. Es muss Wissen um die Problemlösung, wie um die Problemwahrnehmung in Programme gegossen werden.

    3. Ein Programm muss nicht nur „tun, was es soll“, sondern dem Benutzer zeigen, was Sache ist. Programme müssen sich von Befehlsempfängern zu intelligenten Gehilfen auswachsen, die dem Benutzer helfen, Situationen zu verstehen, wenn er sie angeht.

    4. Mit steigender Komplexität der Programme sollte aber deren GUI simpler und universeller werden. Eine simple Formensprache auf dem künstlerischen Kontext der Zeit kann den Nutzer leiten, und ihn auch, wenn sich dieser mit neuen Problemen konfrontiert sieht, einen gewohnten Rahmen bieten. Heute ist es eher anders herum: Die Programme machen häufig sehr Ähnliches nur mehr oder minder schlecht und sehen dabei möglichst unterschiedlich aus.

ICQ-Downtime

Mai 23, 2007

Mittlerweile zieht als Argument für Jabber ja schon die Uptime der Server.
icq_down_final.png

„Service unavailable“ sieht mir nach ner handfesten Fehlermeldung vom Server aus …

Plumb – Chaotic Resolve

Mai 14, 2007

Vielleicht scheinen generell schöne Dinge noch schöner, wenn sie nicht konstruiert, nicht geplant und vorprogrammiert sind, sondern sich ergeben, so jedenfalls ists mit einem Fetzen musikalischer Kultur, das sich über mir nicht mehr nachvollziehbare Kanäle auf meinem Rechner gefunden hat.

Es ist schon bemerkenswerte Musik, wie ich finde; sie macht Dinge mit beängstigender Souveränität, die man ihr Minuten zuvor nicht im Ansatz zugetraut hätte. Da eröffnet das Album ein federleichtes, mit Akustikgitarre unterlegtes, mit de gut Radio-taugliches Stück mit wegen ihrer Zurückhaltung jugendlich anmutender Stimme, schon im nächsten ist alles viel größer, lauter, epochaler und ein paar Stücke weiter kommt die Stimme, wie aus knallharten Punk, die Riffs so hart und definiert, wie splitternder Lack über berstendem Metall. Zwischendurch gibt’s Mal Geigen als tragenden Part,  mal neigt der Gesang zu Sprech-Gesang, mal Fade-Outs wie in Star Wars und Jingles, wie bei Wir Sind Helden und Klavier, wie in einer weiteren Ich-liebe-dich-über-alles-Schnulze.

Diese Band scheint recht experimentierfreudig zu sein, was Song-Konzepte angeht. Das kann dann cool werden, siehe Gorillaz, aber dann wird das Style-Hopping auch schnell anstrengend. Durch irgendwas schafft es Plumb aber recht elegant, einen Roten Faden durch das Album zu weben und  den Hörer jeden Tempo- und Themawechsel erahnen, erwarten, wollen zu lassen. Diese scheint einfach alles zu können, was sie anpacken und deswegen immer souverän zu klingen.

Ich will hier mit keine Werbung machen, oder ausdrücken, dass ich den Inhalt sonderlich gut finde, ich muss nur feststellen, dass diese Band, also genau genommen dieses Albumauf ne gewisse Art etwas besonderes ist und diese Auffälligkeit mit der Welt (^^, als ob) und Schatzgräbern teilen.

Was macht einen guten IM aus?

April 1, 2007

Also wenn man die aktuelle Internetpräsens von Gaim runtersrcollt, bekommt man da folgende einfache wie einleuchtende Antwort:gaim is not AOL

Google – Ja, Mutter.

Februar 25, 2007

Eins vorweg: Ich bin echt sauer. Mal so richtig.

Google hat seit neuestem (ca. 2 Wochen jetzt) vor die Verlinkung von Websites eine Abfrage eines Index geschaltet. Das ist eine Methode, wie z.B. China und dort besonders Yahoo benutzt um damit das Internet im großen Stil zu filtern. Denn was nicht durch Suchmaschinen gefunden werden kann, ist praktisch nicht erreichbar. Es wird eben nicht gefunden.

Ich will Google nun nicht Zensur vorwerfen, denn zum einen ist es nicht der Index von Google, sondern der einer Organistion namens Stopbadware.org und zm anderen wird der Zugang nicht verwehrt, sondern nur um einen Klick zu Bestätigung, dass man die Seite auch tatsächlich aufrufen will gebeten. Aber trotzdem: Das ist genau die Art von Service, die ich von einer Suchmaschine nicht will. Ich will eine berechenbare, reinmaschinelle Suche. Für die sozialen Systeme wie Tagging gibt es einschlägige Seiten wie Del.icio.us oder Mr. Wong. Diese bereiten Content mit hilfe von menschlicher Intelligenz auf. Eine Suchmaschine sollte das nicht tun.

Zum einen schwächt das das Profil von dem Service selbst, zum anderen macht es ihn chaotisch. Ab jetzt und im Kommenden ist Google nicht mehr eine automatisierte Websuche, sondern eine semi-soziale Suchmachine. Es ist zwar noch klar, woher der Link und der Pagerank kommt (nämlich aus einer automatisierten Durchsuchung des Internets durch Crawler und durch die Zuordunung von Links zu einer Seite). Nicht aber, ob und warum einige Seiten (undicht) blockiert werden und andere nicht.

Das ist eine Art Bevormundung, die ich von einem Service wie google nicht erwarte und mehr noch: Nicht will. Ich denke, jeder sollte selber die Verantwortung für seine Taten tragen und wenn er das nicht kann, diese Verantwortung an andere übertragen. Das hat aber nicht auf globaler Ebene, also nicht bei der von allen genutzten Suchmaschine zu passieren sondern bei den Menschen selbst. Wer mit seinem PC nicht umgehen kann, der muss sich eben bei Papa auf den Schoß setzen oder dem Enkel das Superuser-Passwort geben.

Ich denke, was Google hier macht ist, auch wenn es noch so unanfechtbar nach einer Hilfe aussieht trotzdem eine Hilfe, die kontraproduktiv ist. Sie erzeiht den Benutzer hin zu einem der sich auf den Schutz verlässt, der sich mit der Gewissheit in Gefahren begibt, dass er beschützt wird. Was aber wenn er mal nicht Google benutzt und gleichsam seinen PC mit Spy- und Malware zumüllt? … Dann ist der Ofen/PC recht flott aus. Einen so unbedarften und so auf Hilfe angewiesenen Benutzer kann das Internet nicht wollen, denn er wird sich wesentlich länger an „Mama Google“ halten und die Kontrolle über den eigenen PC lange und weiten Bereichen an andere abgeben. Ein mündiger Bürger oder ein mündiger PC-Nutzer wird man so nur schwerlich.

Außerdem gilt auch hier wieder das OS-Pluralismus-Argument:
Nicht jedes Betribsystem ist für die gefilterten Programme anfällig. Unter Linux z.B. besteht die Möglichkeit, dass ein Programm, dass der Benutzer ausführt gefährliche Änderungen am System vornimmt oder Daten sammelt und verschickt (z.B. Trojaner) schon aus konzeptionellen Gründen nicht. Auch dürfte heutzutage jeder Win-PC, der Internetzugang hat einen Virenscanner haben, der Dateien von den Ausführen prüft.

Ich denke, mit der Implementierung von Stop-Malware in die Google-Links hat Google einen Schritt gemacht, den sie nicht hätten tun dürften. Es trifft die Falschen und erzieht die richtigen zu was Falschem und ist damit im jeder Hinsicht negativ. Das einzige, was sich daran postives finden lässt dürfte in Hinblick auf die Medienwirkung sein, dass Google nun „Verantwortung“ für den präsentieren Content über nimmt und als „Gegenleistung“ zum vereinfachten Zugang nun auch entsprechenden „Schutz“ bietet.

Schutz den keiner braucht, Verantwortung die keiner zu weit wegschieben sollte, eine Gegenleitsung, die keiner will.

Ich für meinen Teil nehme mir das Recht als mündiger Nutzer von der Suche, den anderen (Webmaster-) Tools, zwei eMail- und zwei Jabber-Accounts Google aufzufordern, mir den Zugang zur bisherigen Nutzung wieder zu ermöglichen. Wenn sich dafür keine Möglichkeit findet, werde ich Google nicht mehr nutzen.